Dienstag, 1. August 2017

Freiheit und Liebe!
Oder: Schokolade – ich komme :-)
Von Ralf Kellmereit


Hallo liebe Leute,
hier präsentiere ich euch den Text zu meinem neuen Video auf You Tube (unten habe ich es verlinkt). Eigentlich wollte ich erst ab Herbst wieder kreativ werden, schmunzel ... aber da das Wetter bisher nicht so toll war ... und ich weniger in der Natur als gewünscht ... so hatte ich doch ein bisschen Zeit und Muße :-) 


Leben in Liebe: JAAA!
Leben im Einklang mit der Natur und Schöpfung: JA!
Leben in Herzensfreude und Lebenslust: JA!
Schokolade: Immer her damit :-)
 
Leben in Frieden und Freiheit!
Im „Außen“ des gesellschaftlichen Lebens und im „Inneren“ unserer Herzen und Seelen.
 
Was wir dafür mehr brauchen:
Achtsamkeit, Bewusstheit, Demut, Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft, Humor, Kreativität, Liebe, Natur-Erleben, verzeihen und vergeben können und einiges andere mehr ... 
 
Was wir weniger brauchen:
jede Menge negativer Gedanken und Energien …

Wobei es keinen Sinn macht, diese einfach zu ignorieren oder zu unterdrücken.
Heilung findet nicht im „Wegschauen“ und „Nicht-wahr-haben-wollen“ statt – sondern in der konstruktiven Auseinandersetzung.
Mit sich selbst und anderen.
 
Also: Schau hin!
Was Du selbst tust … und was andere tun!
Setz Dich aus-ein-ander.
 
Und dann komme ins Tun!
Positive Gedanken alleine bewirken noch nicht viel.
Aber in Verbindung mit „Handeln“ - das schafft Momentum,
eine Kraft, die das Leben nach vorne bringt.
 
Sei ein Multiplikator – für mehr Freiheit und mehr Liebe!
Und vergiss nicht den Spaß bei der Arbeit … schließlich sind wir in diese Schöpfung geboren, um sie mit allen Sinnen zu erfahren und zu genießen :-)
 
Und deshalb: Schokolade … ich komme!!!
 
c Ralf Kellmereit 2017


Ich wünsche Dir einen wundervollen Sommer in Freiheit, Liebe und mit viel Schokolade ... falls gewünscht :-)



Du kannst den Autor Ralf Kellmereit besuchen auf seinem Profil beim Zentrum für Persönlichkeitsförderung:

Ach ja - für die Neuankömmlinge auf meinem Blog: eine persönliche Vorstellung von mir findet Ihr immer auf dem regelmäßigen Beitrag am Montag "Eine schöne Geschichte" bzw. "Ein schönes Gedicht..." ganz unten!

PS: Alle meine eigenen Artikel und die meiner Gastautoren sind urheberrechtsgeschützt!!! Veröffentlichung nur mit meinem Einverständnis und Nennung des Autoren-Namens !!!








Donnerstag, 22. Juni 2017

JUBILÄUM - Tataaaa :-)

Hallo liebe Leute,
vor einem Jahr habe ich mein erstes Video veröffentlicht: "Freiheit, Liebe und das Universum!"
Manno ... war ich aufgeregt und hatte einen Riesenschiss, schmunzel...

Mir war schon bekannt, dass die meisten neuen Videos bei You Tube in der Versenkung verschwinden... jeden Tag wird da soviel Material veröffentlicht, das ein komplettes Menschenleben an Zeit nicht ausreicht, das alles anzugucken (stimmt wirklich!).
Wer soll sich da für einen Ralf aus Hannover interessieren???
Ich hatte zu dieser Zeit nicht das, was man ein "Netzwerk" nennt. Ich war erst ein paar Monate bei Xing angemeldet und hatte nur ein paar Dutzend Kontakte ... und auch Facebook war für mich noch Zukunftsmusik.

Nun denn ... umso mehr freue ich mich das bereits über 3.000 Leute dieses Video gesehen haben. Macht mich schon ein kleines bisschen stolz :-)
Und natürlich verdanke ich diesen Erfolg auch meinen ganzen lieben Kontakten auf Facebook und Xing mit !!!
So wie allen anderen Menschen, die auf welchem Weg auch immer von meinen Videos erfahren. Und neugierig geworden sie auch anschauen ...
SEID ALLE HERZLICH BEDANKT !!!
Für eure Likes, eure berührenden Kommentare, eure moralische Unterstützung !!!
Ein besonderer Dank gilt natürlich Petra Milkereit, meiner Produzentin, die immer wieder aufs Neue emphatisch meine Ideen umsetzt!
Ich wünsche allen eine wundervolle Woche.
Liebe Grüße von Ralf

PS: Und wer es bisher verpasst hat ... hier ist es: 





Montag, 1. Mai 2017

Es lebe die Liebe! Von Ralf Kellmereit


Oder: wie kann die Liebe heilen?


Für mich bedeutet Liebe nicht nur die Liebe zwischen zwei Menschen.
Für mich ist Liebe die innige Beziehung zur Schöpfung in all ihrem Ausdruck.
Wir sind in diese Schöpfung geworfen, um sie mit allen Sinnen zu genießen :-)
Lass uns das jetzt feiern …

die Liebe zwischen zwei Menschen -
zwei Herzen krachen wie Sterne aufeinander …

die Liebe in der Freundschaft -
zwei Herzen, die gemeinsam die Stürme des Lebens überstehen ...

die Liebe zur Natur -
der Wald, der uns am Leben erhält und heilt …

die Liebe zu den Blumen -
die Poesie der Natur … Sinnlichkeit pur!

die Liebe zu den Tieren -
die „besten“ Freunde der Menschen …

die Liebe zur Musik -
in jeder Tonart: von Klassik bis zum fetzigen
Heavy Metal :-)

die Liebe zur Malerei und Kunst -
wie schal wäre das Leben ohne sie ...

die Liebe zur Dualität des Seins -
mit den zwei Polen, zwischen denen immer die Spannung fürs Leben fließt.
Mal brav und bieder – mal schrill und verrückt.
Die Schöpfung liebt jeden Ausdruck, lach ...

die Liebe zum Kosmos -
unserer Heimat im Großen …

Wie die Liebe heilen kann?
Kreise nicht um alte Verletzungen und negative Menschen. Erlaube diesen, ihren Weg selbst zu finden.
Öffne Dein Herz – für andere und für Dich selbst.

Und für alle Aspekte des Seins, für alle Ebenen der Schöpfung.
Tiefer und tiefer …
Dann wird wahrhaft alles Gut.

Dein Ralf Kellmereit

... und wenn Dir dieser Text gefallen hat, hier der Link zu meinem Video auf You Tube dazu:


c Ralf Kellmereit 2017

Hier noch eine aktuelle Mitteilung:
Die neue Emotional Blue ist draußen. Das wundervolle Online-Magazin vom Lyrika-Verlag. Auch dieses Mal wieder mit vielen Beiträgen und Geschichten fürs Herz. Ist der Titel dieser Ausgabe doch: "Sehnsucht und Suche nach dem Glück!" Herzlichen Dank an Petra Milkereit und Holger Holthaus für ihr Engagement.

Auf einen Artikel möchte ich gesondert aufmerksam machen, den von meiner Lebensgefährtin Carmen Kiesewetter, die hier unter dem Autorennamem Carmen Blau ihren ersten Artikel verfasst hat. Aus dem mal ein Buch werden soll. Carmen beschreibt ihren Weg aus einer langen und unglücklichen Ehe in ein neues Leben, das so ganz anders ist ... weil sie den Mut hatte, auszubrechen aus alten Konventionen und etwas neues zu wagen. Lest einfach selbst ...

Link zur Blue:


Du kannst den Autor Ralf Kellmereit besuchen auf seinem Profil beim Zentrum für Persönlichkeitsförderung:

Ach ja - für die Neuankömmlinge auf meinem Blog: eine persönliche Vorstellung von mir findet Ihr immer auf dem regelmäßigen Beitrag am Montag "Eine schöne Geschichte" bzw. "Ein schönes Gedicht..." ganz unten!

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Sonntag, 12. Februar 2017

Eine schöne Geschichte: "Drei Söhne!"  

Hallo liebe Leute,
heute möchte ich Euch wieder einen sehr schönen Text vorstellen.
Er heißt "Drei Söhne!" und es geht dabei um die spannende Frage, wie Mütter ihre Söhne sehen.

Lasst Euch überraschen ...
Ich wünsche allen geneigten Lesern eine wundervolle Woche und einen fulminanten Lesegenuss!

Da ich im Moment mit meinen neuen Videos auf You Tube und beruflich so viel um die Ohren habe, mache ich mit dem Blog eine kleine Pause. Nach den Sommermonaten veröffentliche ich hier wieder neue Artikel und Geschichten, versprochen :-) 

Und wenn Du auch eine schöne kennst - dann schicke sie mir doch per Mail. Das würde mich sehr freuen :-)

Für diejenigen unter Euch, die mich noch nicht kennen, habe ich unter der Geschichte nochmal ein paar persönliche Zeilen zu meiner Vorstellung geschrieben. Meine eigenen Artikel findet Ihr übrigens im Monat Oktober 2016 und Januar 2017.

Also bis dann, liebe Grüße von 
eurem Ralf Kellmereit



Drei Söhne

Drei Frauen kommen an einen Brunnen, um Wasser zu schöpfen. Sie erzählen von ihren drei Söhnen. 
„Meinen Sohn solltet ihr singen hören“, sagte die erste, „das tönt so schön, als wenn eine Nachtigall singen würde.“
Die zweite sagte: „Mein Sohn ist stark und schnell. Er schleudert einen Stein fast bis zu den Wolken und fängt ihn wieder auf.
Die dritte schweigt. Da fragten die anderen: “Und dein Sohn?“
„Was soll ich erzählen“, sagt sie, „mein Sohn ist ein junger Bursche wie andere auch.“
Nun machten sich die drei Frauen auf den Heimweg. Die Sonne brennt, der Wassereimer wird schwer. Da kommen den drei Frauen deren drei Söhne entgegen. Der erste singt so schön wie eine Nachtigall, der zweite schleudert Steine in die Luft und fängt sie wieder. Der dritte aber läuft zu seiner Mutter und nimmt ihr den Eimer ab.
Ein alter Mann neben dem Brunnen hat alles mit angesehen. Eine der drei Frauen fragt ihn: „Nun, was sagst du zu unseren drei Söhnen?“
Drei Söhne?“, fragte der Alte, „Ich sehe nur einen!“

Leo. N. Tolstoi

HERZLICH WILLKOMMEN AUF MEINEM BLOG :-)

Nun möchte ich mich einfach mal der geneigten Leserschaft vorstellen, schmunzel …
Von Beruf Sozialpädagoge, liegt mein Herz in der Arbeit mit Kindern. Hauptberuflich arbeite ich in der Sozialen Gruppenarbeit und betreue Kinder mit bestimmten Problemen. Das ist nicht immer ganz einfach, aber immer erfüllend. 

Privat interessieren mich eine Menge Sachen, aber der rote Faden liegt schon in den Bereichen Gesundheit, Soziales, Psychologie und Spiritualität. Ich praktiziere asiatische Kampfkunst, Qi Gong und ein bisschen Yoga, ich interessiere mich für alternative Methoden zur Heilung und persönlichen Entwicklung wie Meditation, Affirmationen, Reiki usw.

Zudem bin ich sehr naturverbunden und liebe lange Spaziergänge. Da ich in Hannover in der Nähe der Leinemasch wohne, kann ich mir hier auch richtig austoben, lach … im Sommer auch gerne mit ausgiebigem Schwimmen in den Kiesteichen. Mein neuestes Hobby sind Barfußgänge im Wald auf lauschigen Waldpfaden, so ein schööönes sinnliches Erlebnis :-)

Erwähnen möchte ich noch kurz, dass ich nebenberuflich im „Zentrum für Persönlichkeitsförderung Hannover“ tätig bin. Wir sind ein Team von Menschen mit verschiedenen Schwerpunkten, die sich sinnvoll ergänzen und die ihre Berufung darin gefunden haben, andere Menschen zu unterstützen. Ich selbst biete eine "Energy for heart"- Behandlung an, eine von mir selbst entwickelte Behandlung mit Reiki und Heilungsaffirmationen. Wenn Du dazu weitere Informationen wünschst, dann besuche doch mein Profil dort:

So … Dankeschön für Deine Geduld und Interesse und nochmal herzlichen Dank, dass Du Dich auf meinen Blog getraut hast ... ich wünsche Dir viel Spaß mit den Geschichten und beim rumstöbern !!! 
Dein Ralf Kellmereit

PS: Alle meine eigenen Artikel (und die meiner Gastautoren) sind urheberrechtsgeschützt!!! Veröffentlichung nur mit meinem Einverständnis und Nennung des Autoren-Namens!!!

IMPRESSUM:
Ralf Kellmereit
Kontakt:   ralf-kellmereit@t-online.de













Donnerstag, 9. Februar 2017


"Macbeth und die Frage nach dem Schicksal!" - von Henrik Geyer

Hallo liebe Leute,
heute habe ich Henrik Geyer zu Gast auf meinem Blog. Henrik ist Autor und schreibt Artikel und Bücher über Themen im spirituellen Bereich. Ich habe ihn über Xing kennengelernt und bin darüber auch auf seine Website "Spireo" gestoßen, in der ich sehr gerne stöbere. Und mich von seinen vielfältigen Beiträgen und klugen Gedanken inspirieren lasse (Link dazu unter seinem Artikel).

Henrik sagt selbst ein paar Worte über sich:

"Was ich tue, steht im Zeichen von Spiritualität. Durch eine schwierige Phase in meinem Leben kam ich zu der Überzeugung, dass unsere Realität aus unseren Gedanken entsteht. Aus diesem Grund auch findet man auf meiner Seite vielfältige Verbindungen zu Denkrichtungen ähnlicher Art aus allen Zeitaltern.
Ansonsten bin ich der Auffassung, das man Spiritualität auf den verschiedensten Wegen leben kann, auch durch ganz triviale Dinge, wie das Lesen eines guten, unterhaltsamen Buches. Auch durch Lachen, das Leben genießen, und zwar in allen Facetten. Das Wichtige ist die Geistigkeit – die Tiefe der Gedanken, das Beobachten der Gedanken und ihrer Macht über uns, und wie wir sie bändigen können. Damit verbunden ist für mich das Sehen-Können des Geheimnisvollen – denn wir sind mit jedem Gedanken auch Schöpfer der Welten, die wir eigentlich nur von außen zu beobachten glauben.
Ich will meine Aktivitäten aber nicht auf das Formulieren weltanschaulicher Prinzipien beschränken, sondern einfach unterhaltsame Bücher schaffen, in denen Spiritualität und Philosophie unterschwellig mitschwingen".
Nun wünsche ich Euch viel Spaß, Inspiration und Lesegenuss mit seinem Beitrag!
Herzliche Grüße Euer Ralf


Macbeth und die Frage nach dem Schicksal
Die Tragödie Macbeth von William Shakespeare ist ein äußerst komplexes und zugleich spannendes (Bühnen-)Stück, mit vielen weltanschaulichen Aspekten.
Für mich ist die Frage nach dem Schicksal und der Ursächlichkeit des menschlichen Handelns das zentrale Thema bei Macbeth.
In Macbeth wird die Frage nach der Zwangsläufigkeit von Vergangenheit und Zukunft gestellt - und mit der Betrachtung des menschlichen Individuums, bzw. von dessen Willen, verwoben. Die Tragödie Macbeth lenkt die Gedanken auf die Frage: Ist das Ich (bin ich), ein zwangsläufiges Produkt meiner Vergangenheit? Und wird nun, ebenso zwangsläufig, aus diesem SEIN, auf einer vielleicht unbeeinflussbaren "Schiene", (meine) Zukunft?

Macbeth - zur Handlung

Macbeth, ein junger und aufstrebender schottischer Adliger, von einer siegreich geführten Schlacht kommend, begegnet drei Hexen. Sie prophezeien ihm, dass er bald König sein werde.
Macbeth reitet sinnend davon. Das kommt für ihn überraschend, er schwankt zwischen Freude und Furcht, zwischen Glauben und Unglauben. Wie viel ist die Prophezeiung von Hexen wert? Und ... es kann nur einen König geben - was wird aus dem jetzigen König, der der Freund Macbeths ist?
Letztlich setzt sich der Gedanke bei Macbeth fest: Er kann König sein. Seine Frau (Lady Macbeth), als sie von der Prophezeiung erfährt, bestärkt und ermutigt ihn. Macbeth soll das tun, was nötig ist um König zu werden - und Lady Macbeth wird seine Königin. Der Weisheit letzter Schluss ist, den jetzigen König zu ermorden - das sei der einzige Weg, damit das Schicksal seinen Lauf nehmen kann, glauben beide.
Und das Schicksal nimmt tatsächlich seinen Lauf - es wendet sich. Zwar erfüllen sich die Prophezeiungen der Hexen nach und nach, Macbeth wird König, nachdem er den Herrscher, seinen Freund, ermordete. Doch aus einem beliebten, in der Schlacht erfolgreichen und bewunderten jungen Macbeth, wird ein allseits gefürchteter Feind der Gesellschaft; ein Mann, den seine Dämonen verfolgen und der des Nachts aus dem Schlaf auffährt, denn die Schreckensbilder seiner ermordeten Freunde, die, wenn sie dem alten König treu waren, nun seine Feinde sind, lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Die Hofschranzen, die er um sich versammelt, sind verachtenswerte Kreaturen, die niemandem treu sind - wären sie es, könnten sie nicht am Hof des Verräters dienen. Macbeths Psyche wird zunehmend zerfahren, er fühlt sich verfolgt. Seine bösen Geister lassen ihn nicht mehr zur Ruhe kommen und bringen ihn an den Rand des Wahnsinns. Macbeths Welt - das sind nun Verrat, Mord und Hass.
Doch auch über das persönliche Schicksal Macbeths hinaus reicht die Prophezeiung der drei Hexen, welche sich als eine schlimme Zukunftsvision entpuppt - einem Fluch viel ähnlicher denn einem Segen, wie Macbeth zuerst dachte. Der Verrat und der Unfriede im Inneren hat Unfrieden im gesellschaftlichen Außen zur Folge. Die Armee Englands rückt nach Schottland vor, um den geschwächten König zu entthronen. Die Armeen treffen aufeinander ... und auch das Schicksal der Länder nimmt seinen Lauf.

weltanschauliche Fragen

Die Prophezeiung der Hexen stimmt also, wie die Tragödie uns zeigt. Die Worte der Hexen werden zur Realität. Aus Worten wird Sein - und Nomen est Omen. War DER GRUND für die Prophezeiung der Hexen nun die Vision einer festen Zukunft? Oder war die Prophezeiung DER GRUND für die Realisierung der Zukunft ... in dieser spezifischen Form?
Ist die Zukunft fest oder verschwommen? Man könnte auch sagen, dass es bei Macbeth letztlich um die Frage nach Kausalität ganz allgemein geht. Was wäre geschehen, wenn Macbeth den Hexen nicht begegnet wäre?
  1. Welche Rolle haben die Verkünder des Schicksals, die Hexen, für das Schicksal? ERZEUGEN die Worte der Hexen eine Chance auf Realisierung? Was ist Wahrscheinlichkeit? Wird eine Wahrscheinlichkeit erzeugt, indem man Worte sagt? Zitat Einstein: "Erst die Theorie bestimmt, welche Beobachtung sich machen lässt."
  2. Und noch weitergehende Fragen lassen sich formulieren: Wenn nun das Gespräch Macbeths mit den Hexen stattgefunden hätte, ohne dass der Zuschauer des Stücks davon Kenntnis erhalten hätte - wie hätte sich die Handlung dann für ihn, für den Zuschauer, dargestellt? Anders gesagt: Ein Phänomen, für das man den Grund nicht kennt, nennt man Zufall. So wäre also Macbeths Schicksal Zufall - aus der Sicht des Zuschauers, würde der das Gespräch mit den Hexen nicht kennen. Hat er aber Kenntnis von dem Gespräch, glaubt er im Besitz des Grundes zu sein. JEDOCH: Ist, was Macbeth widerfährt, nun Zufall ... denn, ob nun der Zuschauer vom Zusammentreffen Macbeths Kenntnis hat oder nicht, dürfte doch in der Sache gar keine Rolle spielen! Oder doch? Ist Zufall vielleicht nur eine Sichtweise und es "gibt" den Zufall eigentlich gar nicht?
  3. Das Wesen einer Prophezeiung ist es ja eigentlich, mit einer gewissen Zwangsläufigkeit einzutreten - eintreten zu müssen. Ist Macbeth nun Werkzeug des Schicksals und glaubt nur, nach seinem eigenen Willen zu handeln? Was ist Wille? Kommt die Zukunft durch unabänderliche Umstände zu Stande, die sich dem Menschen auf trügerische Art als dessen freier Wille im Jetzt darstellen? Oder hat der Einzelne tatsächlich die Macht, sein Schicksal zu bestimmen?
Die Tragödie Macbeth wirft diese Fragen auf intelligente und höchst spannende Art und Weise auf, beantwortet sie aber nicht. Im Grunde ist die Geschichte von Verrat und Mord am Königshof ein Krimi, der sich in ungezählten Varianten in der Geschichte zutrug, und der sich, auf weniger spektakuläre Weise, täglich in unser aller Leben abspielt. Wir können uns selbst genauso gut fragen: Was ist der Grund für die Dinge, die wir tun? Was ist unser Schicksal? Wie hängt unser Schicksal mit den Gedanken zusammen, die wir jetzt, in diesem Augenblick, denken? Können  wir unser Schicksal durch Gedanken ändern? Wie?

C   Henrik Geyer 2017

Meine Website:   http://spireo.de/



Ach ja ... für die Neuankömmlinge auf meinem Blog: eine persönliche Vorstellung von mir findet Ihr immer auf dem regelmäßigen Beitrag am Montag "Eine schöne Geschichte ..." bzw. "Ein schönes Gedicht..." ganz unten !

PS: Alle meine eigenen Artikel und die meiner Gastautoren sind urheberrechtsgeschützt!!! Veröffentlichung nur mit meinem Einverständnis und Nennung des Autoren-Namens !!!






Dienstag, 7. Februar 2017

Die Essenz des Lebens!” oder: Denkanstöße mal ganz anders … 

Ein Lebensalphabet von Katharina Gebru!


Hallo liebe Leute,
heute möchte ich Euch die Katharina Gebru vorstellen. Sie 
ist eine geneigte Leserin meines Blogs und fand die Idee mit 
meinem “Lebensalphabet” so schön, dass sie sich inspiriert 
fühlte, auch eins zu schreiben. Und ich finde ihres wirklich toll
und hoffe das ich von dieser begabten Frau 
noch mehr zu lesen kriege :-)

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und Lesegenuss !!!


A – Anfang
Aller Anfang ist schwer, heißt es, aber wann ist eigentlich ein Anfang? Bevor man sich z. B. zu einem Kurs anmeldet, hat man sich doch schon entschieden, das zu tun. Und davor hat man es sich überlegt, und davor hatte man ein inspirierendes Erlebnis, und davor… worauf ich hinauswill: wir brauchen uns gar nicht zu einem Beginn zu überwinden. Wir sind schon mittendrin. Weitermachen reicht völlig !

B – Buddha
Wer wie ich ein sehr spiritueller, aber nicht gläubiger Mensch ist, dem kann der Buddha ein Vorbild sein, von dem man lernen kann, die Welt ohne Schöpfungstheorie zu verstehen. Man braucht nur seinen Geist zu disziplinieren. Aber was heißt schon nur! Der springt gerne herum wie ein vom Affen gerittenes Wildpferd und möchte auf keinen Fall gezähmt werden. Hier beharrlich zu bleiben ist der erste Schritt in die Kunst. Langweilig wird es auf dem Meditationskissen übrigens nie! Wenn man nämlich äußerlich ruhig zu bleiben gelernt hat, geht die Reise nach innen, mit allen Turbulenzen die man sich vorstellen oder auch nicht mal vorstellen kann.

C – Chaos
Ich liebe das Chaos, sehe seine schöpferische Kraft und höre sein schallendes Gelächter, mit dem es alles Engstirnige, Pedantische, Rechtwinklige wegpustet. Das ist einerseits wunderbar, andererseits nimmt es dadurch auch gerne mal überhand im ganz Konkreten…, das ist dann die Schattenseite (nicht des Chaos, sondern meiner Liebe zu ihm).

D – Demut
In unserer Welt der Hybris, Gewalt und Gier ist es manchmal ganz heilsam, sich seine Größe und Bedeutung bewusst zu machen, an der sich nichts ändert, ob man zu Hause nun das Wasser aus dem Fluss holt oder per Knopfdruck goldene Wasserhähne sich aufdrehen lässt.

E – Empfänglichkeit
Weniger ist mehr, besonders auch im Hinblick auf die Mauern um jede(n) von uns. Wenn wir die Welt einladen, uns zu berühren, kommen wir mit unseren Empfindungen in Kontakt, was uns in unserem inneren Wachstum stärkt.

F – Freude
Sind wir uns eigentlich über unser Glück im klaren, hier als Mensch auf der Erde herumzulaufen? Oder beschäftigt uns der Maschendrahtzaun zum Nachbargrundstück so sehr, dass wir alles für schrecklich halten? Wer sich erlaubt, das Unwichtige vom Wichtigen zu unterscheiden, und dem Wichtigen seinen angemessenen Stellenwert einzuräumen, wird sich freuen, wie schnell der gröbste Nebel sich lichtet!

G – Geheimnis




H – Herz
Ohne Herz ist alles nichts. Wohin Forschung ohne Herz uns führt, womit Politik ohne Herz uns konfrontiert, was Erziehung ohne Herz fruchtet, das kennen wir alle bis zum Überdruss. Deshalb Freunde, nehmt euch ein Herz und versucht euch in neuen Zusammenhängen: Forschung mit Herz, Politik mit Herz und Erziehung mit Herz!

I – Innenraum
Der Raum wird immer größer, je weiter die Reise nach innen geht… das erscheint dir paradox? Dann überlege mal, wie groß der innere Raum dessen sein muss, der ein Paradoxon zu fassen vermag.

J – Ja
Dieses Wort steht für mich als Symbol für die Selbstliebe ohne wennund aber, für die pure Lebensfreue, für die bedingungslose Hingabe an das Hier und Jetzt und an die Perfektion im Unvollkommenen.

K – Karma
Ursache und Wirkung – Nichts was du tust und unterlässt, bleibt ohne Wirkung (solange du nicht vollkommen erwacht bist). Es ist also nie zu spät für Einsicht und Umkehr, und immer Gelegenheit zu üben und niemandem gegenüber nachtragend zu sein…

L – Liebe
Wenn Du etwas in der Welt erleben willst, dann sei die Quelle davon. Wenn du dir also mehr Liebe in deinem Leben wünschst, dann liebe. (frei nach Neale D. Walsch)

M – Miteinander
Entweder eine(r) hat recht, oder es geht zusammen weiter. Das ist mein Motto bei Mediationen. Aber auch ohne eskalierten Streit ist es wichtig, miteinander umzugehen ohne ständig auf Harmonie zu hoffen. Die schöpferische Kraft liegt in der Diversität!

N – Nichts
Der Naturforscher Georg Forster brachte vor über 200 Jahren den Beginn einer Schöpfungsgeschichte aus der Südsee mit: „Am Anfang war das Nichts.“ ---! Ich finde so erstaunlich, wie sehr das mit den jüngsten Erkenntnissen der Quantentheorie korreliert. Das Feld der Möglichkeiten: Das Nichts ist nicht etwa die Abwesenheit von Allem, sondern begründet erst die mögliche Erscheinung von Allem! Und zwar wirklich allem, auch Wundern… 

O – Orientierung
Wo meine Erziehung in den 60er und 70er Jahren noch alternativlos verlangte, dass ich als Orientierung zu nehmen hatte, was an mich herangetragen wurde, scheint es (abgesehen vom Schulsystem… ehemm, Ausnahmelehrer(innen) und Alternativkonzepte natürlich ausgenommen!)mittlerweile hoffähig zu werden, sich nach inneren Werten und Stärken auszurichten, und z. B. ein Linkshänder zu bleiben, wenn man so geboren wurde. Das führt mich gleich zum nächsten Buchstaben:

P – Persönlichkeit
Was für ein spannendes Feld ist die Humanpsychologie! Ungefähr 8 Milliarden lebende Beispiele gibt es, und wieviele davor und danach…! Jede Persönlichkeit ist einzigartig, mit Licht- und Schattenanteilen, und jede versucht das Beste daraus zu machen. Jede schillert und funkelt, verändert sich augenblicklich und bleibt doch immer gleich, wie ein Diamant.

Q – Qual
Was quält dich? Lastet es unerträglich schwer auf dir und lässt dir keinen Raum zum Atmen? Bringt es dir nur Nachteile? Schau es dir mal in Ruhe und mit offenem Herzen an, erlaube dir traurig zu sein und frage es, was es von dir will. Will es dich wirklich nur fertig machen? Manche Qualen haben auch viele Vorteile für einen im Gepäck (dass man sich mit etwas identifizieren kann, dass man immer zu tun hat und wichtig ist, dass andere einem keinen Gefallen ausschlagen können, dass man schlechterdings keine Verantwortung übernehmen kann usw….), manche Qualen wollen einfach nur gesehen und angenommen werden. (Ich bringe dich um!!!, außer du nimmst mich jetzt endlich mal in den Arm), und manche Qualen stellen die nächste Herausforderung dar, vor der du dich drücken willst. Nimm dir ein Herz und stelle dich deiner Qual. Dann kann sie vielleicht bald schon aufhören, eine zu sein.

R – Ruhe
Mit Konzentration geht alles leichter, vieles geht ohne sie gar nicht. Und dafür ist Ruhe, insbesondere innere Ruhe, eine wichtige Voraussetzung. Wenn die erreicht ist, spielt äußere Ruhe keine so große Rolle mehr. Dennoch ist und bleibt ein Waldspaziergang schon wegen der akustischen Ungestörtheit eine große Erfrischung. Auch die grünen Farben beruhigen, und der Sauerstoff sättigt das Gehirn, so dass auch es aus dem Alarmzustand latenter Unterversorgung herauskommt, und die Ereignisfrequenz ist so niedrig, dass sich auch die Gefühle beruhigen.

S – Stabilität
Innere Stabilität ist eine große Hilfe in der sehr bewegten Zeit, in der wir leben. Stabilität im Außen zu erwarten ist zunehmend unrealistisch. Der Sozialstaat in Deutschland wird etappenweise heruntergeschraubt, in den USA ist eine Macherriege ans Ruder gekommen, die keine Hemmungen hat, alles einzureißen was in Jahren mühsamer Überzeugungsarbeit errichtet wurde, da ist es förderlich, wenn man Heimat und Geborgenheit in seinem Körper findet.

T – Trauer
Trauer ist der Schlüssel. So vieles liegt im argen! Jede(r) hat ein Schicksal, und meistens viele festgefahrene, unverarbeitete Situationen, Verhaltensmuster, Gefühlsreaktionen und Glaubenssätze in sich. Wer die ehrlich betrauern kann, kommt näher zu sich selbst und kann sie dann auch verabschieden.

U – Unsicherheit
Unsicherheit ist der grundsätzliche Zustand der Welt. Wer weiß schon, wohin die Reise geht? Früher hat man sich hinter Burgmauern verschanzt, Versicherungen gegründet und Sozialstaaten aufgebaut. Letztlich sind diese „Sicherheiten“ keine. Der Feind dringt doch bis in den Bergfried ein, die Versicherungspolice greift just in dem Fall, wo man sie gebraucht hätte, leider nicht, und der Sozialstaat wird immer unwichtiger, je mehr jede(r) in die eigene Verantwortung tritt.

V – Vergebung
Ho’o pono pono – mit diesem wunderbaren Ritual erlöse dich von allen unbezahlten Rechnungen, jede ist ein Riesenschritt in die Leichtigkeit!

W – Wunde
Die Wunde ist der Ort, wo das Licht eindringt. (Rumi)

X – Xanthippe
Als Frau ist es mir ein Anliegen, die streitbare Frau von Sokrates dem weisen Philosophen einmal lobend zu erwähnen. Zu lange wurde sie als zänkisch bezeichnet und mit vielen anderen, eigentlich nur negativ interpretierbaren Adjektiven geschmückt, nur weil sie vermutlich einfach ihrem Ehemann gewachsen war. Schließlich haben die beiden es bis zu seinem Schierlingsbecher miteinander ausgehalten.

Y – Yes, You Can!
Ermächtigung ist so wichtig… „Sag nicht, dass es nicht geht, mach dass es geht!“ Was mich damals noch schockierte, als mein Chef mich mit meinem Problem einfach stehenließ, hat sich seither als Katapult auf meinem Weg hin zur Lösungsorientierung erwiesen.
Danke, Peter! :-*


Z – Zeit
Wenn du keine hast, nimm dir einfach welche.


Ach ja ... für die Neuankömmlinge auf meinem Blog: eine persönliche Vorstellung von mir findet Ihr immer auf dem regelmäßigen Beitrag am Montag "Eine schöne Geschichte ..." bzw. "Ein schönes Gedicht..." ganz unten !

PS: Alle meine eigenen Artikel und die meiner Gastautoren sind urheberrechtsgeschützt!!! Veröffentlichung nur mit meinem Einverständnis und Nennung des Autoren-Namens!!!